Ausstellungsdauer: 16.03. – 25.05.2008
Ausstellungsort: Museum für Konkrete Kunst
Eröffnung: Samstag, 15. März 2008, 18 Uhr
In Zusammenarbeit mit der Stiftung für Konkrete Kunst und Design Ingolstadt zeigte das Museum für Konkrete Kunst eine Ausstellung mit Schmuck- und Acrylglasobjekten des Silberschmieds Hans Berchtenbreiter.
Mit Hans Berchtenbreiter nahm die Stiftung für Konkrete Kunst und Design Ingolstadt erstmals einen Designer auf. Hans Berchtenbreiter wurde 1929 in Augsburg geboren, besuchte die Werkschule in Münster und studierte an der Akademie der bildenden Künste München. Nach langen Aufenthalten in der Schweiz, in Landshut und München kehrte er 1985 nach Augsburg zurück, wo er seitdem lebt und arbeitet.
Die Entwürfe des Augsburger Schmuck- und Objektdesigners, der mit seinen Werken auch in der Neuen Sammlung München vertreten ist, überzeugen durch konsequente Gestaltung. Wie seine Entwürfe für liturgische Räume und Gegenstände, auf die in dieser Ausstellung ebenfalls verwiesen wurde, ist auch sein Schmuckdesign von beeindruckender Sachlichkeit. Berchtenbreiter arbeitet mit elementaren Formen wie Linie, Kreis, Quadrat und Dreieck. Schmuck wird hier nicht nur als dekorative Zier für den Körper aufgefasst: Wie seine Acrylglas-Skulpturen sind auch die Schmuckstücke Hans Berchtenbreiters Formen, die für sich selbst stehen und wirken.
In dieser Ausstellung im MKK wurden Objekte von Hans Berchtenbreiter Werken der Konkreten Kunst gegenübergestellt. Dadurch ergab sich ein Dialog, in dem Formen aufeinander Bezug zu nehmen scheinen. Parallelen zwischen Konkreter Kunst und Design wurden deutlich, aber auch signifikante Unterschiede zwischen diesen beiden Bereichen der Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts.
Die Ausstellung wurde unterstützt von Audi ArtExperience.
Ausstellungsdauer: 20.04. – 25.05.2008
Ausstellungsort: Museum für Konkrete Kunst
Eröffnung: Sonntag, 20. April 2008, 11 Uhr
Inge Dick wurde 1941 in Wien geboren und arbeitet seit 1971 als freischaffende Künstlerin. Sie erhielt zahlreiche Preise und Stipendien und ist mit ihren Werken in Museen und Sammlungen im In- und Ausland vertreten. Inge Dick lebt und arbeitet in Innerschwand am Mondsee in Oberösterreich.
Die Untersuchung von Licht, Zeit und Farbe ist das entscheidende Prinzip von Inge Dicks künstlerischer Arbeit – in ihrer Malerei, aber auch in unterschiedlichen Formen der Fotografie. Bekannt wurde Inge Dick mit scheinbar weißen Bildern. Diesen sind mit einem Spachtel feine Raster einbeschrieben, die die Bildoberfläche so strukturieren, dass sich das Licht je nach Tages- und Jahreszeit unterschiedlich darin fängt. Der Grund dieser Bilder ist von Farbschleiern durchzogen, deren Graduation tabellarisch errechnet wurde.
Neben ihrer konzeptuellen Malerei, die Inge Dick bis heute kontinuierlich verfolgt, ist seit Ende der 70 er Jahre auch Fotografie eine wichtige Ausdrucksform ihres künstlerischen Schaffens. Wie in Inge Dicks Malerei geht es hier um das Sichtbarmachen von Farbunterschieden, die unter anderem durch Veränderungen des Lichteinfalls oder der Lichtstärke während eines Tages entstehen.
In der Werkgruppe „bleu du ciel“ fotografiert Inge Dick den Himmel und spaltet die Himmelsaufnahme mit Hilfe digitaler Bildbearbeitung in ihre Pixelbestandteile auf. Unter Ausschluss der Abbildfunktion wird das Himmelblau analysiert und als eine beinahe unendliche Fülle von unterschiedlichen Blautönen vor Augen geführt. Wie auch ihr malerisches Oeuvre handelt ihr fotografisches Werk „bleu du ciel“ von der Sichtbarmachung feinster Abstufungen von Farbe, die durch den Einfluss von Licht und Zeit entstanden sind.
Inge Dick war zur Eröffnung anwesend und gab eine Einführung in ihr Werk. Nach dem Künstlergespräch spielten Hildegard Kleeb und Roland Dahinden die Komposition „himmelblau“ mit Albhorn und Crotales.
Ausstellungsdauer: 01.06. – 20.07.2008
Ausstellungsort: Museum für Konkrete Kunst
Eröffnung: Samstag, 31. Mai 2008, 18 Uhr
In Zusammenarbeit mit der Stiftung für Konkrete Kunst und Design Ingolstadt zeigte das Museum für Konkrete Kunst eine Ausstellung über das Gesamtwerk des Künstlers und Grafikdesigners Rolf Glasmeier.
Glasmeier wurde 1945 in Pewsum bei Emden geboren und starb 2003 in Gelsenkirchen, wo er lebte und arbeitete. Nach seiner Ausbildung als Schriftsetzer studierte er 1965-1968 an der legendären HfG Ulm Visuelle Kommunkation, u.a. bei Otl Aicher. 1985-1989 war Glasmeier Dozent für Typografie an der Fachhochschule Dortmund und ab 1989 Professor für Kommunikationsdesign an der Muthesiusschule Kiel. Glasmeier erhielt viele Auszeichnungen, darunter den 1. Preis für Skulptur der 6. Biennale Paris und den Villa-Massimo-Preis, Rom. 1994 wurde er in den Deutschen Werkbund berufen. Das gesamte künstlerische Schaffen von Rolf Glasmeier ist geprägt durch die Vereinigung von scheinbar Gegensätzlichem, das Überschreiten von Grenzen und Aufheben traditioneller Kategorien, die Freiheit zur Veränderung. Im Mittelpunkt seiner Kunst steht immer der Mensch und seine Lebensumgebung. In seinen frühen Arbeiten, den Kaufhaus-Objekten, setzt Glasmeier industriell in Serie gefertigte Alltagsgegenstände als künstlerische Elemente ein und schafft interaktive Werke, die Bekanntes in einem anderen Kontext zeigen und auf Veränderbarkeit ausgelegt sind. Während er in seinen Plakatgestaltungen und der architekurbezogenen Gestaltung den Einfluss der Ulmer Hochschule deutlich zeigt, verfolgt er in anderen Werken, wie beispielsweise seinen Fotografien einen freieren Ansatz. Indem er mit Spiegelungen, Reflexionen und Schatten vergängliche Ausschnitte der Wirklichkeit festhält, zeigt er, was im alltäglichen Fluss des Wahrnehmens oft untergeht. Das ändert den Blick, öffnet die Augen, schärft die Wahrnehmung des Betrachters. Die Technikbegeisterung der Sechziger Jahre ist im Frühwerk spürbar, aber nicht zentral, wie spätere Arbeiten zeigen. Ab Mitte der Siebziger Jahre ändert sich der Materialschwerpunkt im Werk Glasmeiers. Die Elemente der Konsumgesellschaft treten zugunsten natürlicher Materialien in den Hintergrund. Mit der Verwendung von Fundstücken nähert sich Glasmeier archaischen Kunstformen, wobei er die rationale strukturalistische Herangehensweise mit dem intuitiven Ansatz vereint und die Auseinandersetzung mit der Struktur auf universale Fragen ausweitet. Diese Ausstellung wurde Rolf Glasmeier anlässlich der Übergabe seines Nachlasses an die Stiftung für Konkrete Kunst und Design Ingolstadt gewidmet.
Die Ausstellung wurde unterstützt von Audi ArtExperience.
Ausstellungsdauer: 05.04. – 24.05.2009
Ausstellungsort: Museum für Konkrete Kunst
Eröffnung: Samstag, 04. April 2009, 19 Uhr
Die umfassende Retrospektive des Werks von Christian Megert im MKK umfasste rund 50 Arbeiten. Ein Höhepunkt der Ausstellung war die Rekonstruktion des großen Zeroraums von 1963, der aus einer gebogenen Spiegelwand mit vorgehängtem Mobile besteht. Neben weiteren Zero-Arbeiten und Spiegelobjekten aus den 60er Jahren sowie kinetischen Werken und Lichtkästen wurde außerdem das Schaffen Megerts bis in die heutige Zeit vorgestellt.

Ausstellungsdauer: 25.10. – 08.11.2009
Ausstellungsort: Museum für Konkrete Kunst
Eröffnung: Sonntag, 25. Oktober 2009, 11 Uhr
Die Ausstellung zeigte Fotografien aller 31 Anagramme des Wortes INGOLSTADT, die im August vergangenen Jahres die Donau überspannten. Bei der spektakulären Aktion des Konzeptkünstlers Rudolf Herz wurden die Buchstaben des Stadtnamens am Donausteg montiert und täglich in eine neue Reihenfolge gebracht. Jede Konstellation – von SONG LA DITT über IN SATT GOLD bis hin zu TOS GINA LTD – regte zu einem neuen Blick auf die Stadt an. Der Ingolstädter Fotograf Helmut Bauer dokumentierte die 31 Tage dauernde Aktion.
Ausstellungsdauer: 30.01. – 14.03.2010
Ausstellungsort: Städtische Galerie im Theater
Eröffnung: Freitag, 29. Januar 2010, 19 Uhr
Die Villa Tugendhat, die Mies van der Rohe 1929/30 für die Familie Tugendhat in Brünn errichtete, gehört zu den bedeutendsten Bauten der Moderne. Aufgrund ihres jüdischen Glaubens musste die Familie Tugendhat bereits 1938 nach der Annexion des Sudetenlandes ihr Traumhaus verlassen, um nach Amerika zu fliehen. Eine Rückgabe der Villa Tugendhat an die Familie fand niemals statt. Dirk Brömmel (*1968) setzt sich in seinen Arbeiten mit dieser Architekturikone nicht im Sinne klassischer Architekturfotografie auseinander, sondern verbindet auf besondere Weise die Vergangenheit des Gebäudes und der damaligen Bewohner mit der bestehenden, gegenwärtigen Situation. Ausgehend von Originalaufnahmen aus dem Fotoalbum der Familie Tugendhat begab sich Dirk Brömmel vor Ort selbst auf die Suche nach den abgebildeten Plätzen. Im Sandwich-Verfahren legt er schließlich alte Fotografien über seine aktuellen und erschafft so faszinierende, mit der Wirklichkeit und der Zeit spielende Dokumente.
Ausstellungsdauer: 14.02. – 11.04.2010
Ausstellungsort: Museum für Konkrete Kunst
Eröffnung: Samstag, 13. Februar 2010, 19 Uhr
Anlässlich der Übergabe einer umfangreichen Dauerleihgabe von Werken des Münchner Künstlers Dieter Villinger startete das Museum die neue Ausstellungsreihe Im Dialog. Das Werkkonvolut eines Künstlers aus dem Sammlungsbestand soll dabei mit den Arbeiten eines oder mehrerer Künstler kontextualisiert werden. Bei der ersten Ausstellung Im Dialog wurden den Werken von Dieter Villinger die Arbeiten seines Lehrers Günter Fruhtrunk gegenüber gestellt. Als Professor der Münchner Akademie vermittelte Fruhtrunk die Wirkmacht der Farbe. In dem bisher kaum gezeigten Frühwerk von Villinger ist der Einfluss seines Lehrers spürbar, während gleichzeitig eine sehr individuelle Auseinandersetzung mit dem Wesen der Malerei und den Möglichkeiten der Farbe beginnt.
Ausstellungsdauer: 22.11.2009 – 31.01.2010
Ausstellungsort: Museum für Konkrete Kunst
Eröffnung: Samstag, 21. November 2009, 18 Uhr
François Morellet gehört zu den wichtigsten Vertretern der Konkreten Kunst seit den 50er Jahren. Mit spielerischer, häufig ironischer Leichtigkeit setzt er einfache künstlerische Mittel ein, um das weite Feld des mathematischen und geometrischen Formenvokabulars im 20. Jahrhundert zu hinterfragen und von dem dogmatischen Ernst zu befreien, mit dem ihm viele Künstler begegnen. Morellets Schaffen, das bereits durch einige Arbeiten im MKK dokumentiert ist, wurde in dieser Ausstellung in seiner ganzen Vielfalt vorgestellt. Ein Schwerpunkt lag dabei auf Serien, in denen Morellet logische Prinzipien mehrfach durchspielt, wobei er immer wieder zu neuen, überraschenden visuellen Ergebnissen kommt.
Ausstellungsdauer: 18.04. – 20.06.2010
Ausstellungsort: Museum für Konkrete Kunst
Eröffnung: Sonntag, 18. April 2010, 11 Uhr
In der Ausstellung “Sachverhalt” zeigte das Museum für Konkrete Kunst Arbeiten von Monika Brandmeier (*1959) aus den Jahren 1992 bis 2009. Die Künstlerin, Professorin für Bildhauerei an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, will in ihren Werken nicht die Logik des Betrachters ansprechen, sie sind keine objektiven Konstruktionen, die mit dem rechnenden und berechnenden Verstand erfasst werden. Vielmehr versucht Monika Brandmeier auf sehr behutsame, ja beinahe sanfte Weise das Auge so zu führen, dass die Situation weniger intellektuell als körperlich wahrgenommen werden kann. Sie entwickelt dabei einen völlig eigenständigen Weg der Konstruktion, den sie Fügung nennt. In der Ausstellung waren Installationen, Zeichnungen, Fotografien und Videos der Künstlerin zu sehen.