(HOME) - Museum für Konkrete Kunst, Ingolstadt

LUDWIG WILDING IM KONTEXT DER OP ART

 
Ludwig Wilding, PSR 85/22, Stereoskopisches Bild, 1980, © VG-BILD KUNST, Bonn 2011

Ausstellungsdauer: 05.02. – 10.04.2011
Ausstellungsort: Museum fĂĽr Konkrete Kunst
Eröffnung: Freitag, 4. Februar 2011, 19:00 Uhr

Aus Anlass des Todes ihres Gründungsstifters im Januar 2010 zeigte die Stiftung für Konkrete Kunst und Design im MKK eine Werkschau mit Arbeiten Ludwig Wildings, die in den Kontext der Op Art gestellt wurden. Wildings Bedeutung als herausragender Exponent der europäischen Op Art sollte damit gewürdigt werden. Die Erforschung der menschlichen Wahrnehmung stand stets im Mittelpunkt von Ludwig Wildings künstlerischer Tätigkeit, die eng an wissenschaftliche Erkenntnisse und Methoden angelehnt war. Die Ergebnisse seiner künstlerischen Forschung visualisierte er in seinen Werken. Dabei wird der Betrachter häufig aufgefordert sich vor den Werken zu bewegen um die optischen Phänomene gänzlich zu erleben.
Die Ausstellung war eine Kooperation der Stiftung fĂĽr Konkrete Kunst und Design und dem MKK.

Mit freundlicher UnterstĂĽtzung von Audi ArtExperience

100 BESTE PLAKATE 09 – DEUTSCHLAND, ÖSTERREICH, SCHWEIZ

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
© GONDOR & TRATZ 2011

Ausstellungsdauer: 14.01.2011 – 13.02.2011
Ausstellungsort: Städtische Galerie im Theater
Eröffnung: Freitag, 14. Januar 2011, 19:00 Uhr

Jedes Jahr wählt der Verein „100 beste Plakate e.V.“ unter einer Vielzahl von Bewerbern die 100 herausragendsten Plakate professioneller Gestalter, Grafikbüros, Werbeagenturen und Studierender aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus. Dieser Wettbewerb gilt als eine international bedeutende Institution der aktuellen Plakatgestaltung. 

Nach den Ausstellungsstationen Berlin, Essen, Dornbirn, Luzern und Wien schloss die Ausstellungstournee der 100 besten Plakate 09 in Ingolstadt. Die 100 Preisträger-Plakate und -Plakatserien (davon 65 mal Deutschland, 31 mal Schweiz und vier mal Ă–sterreich) wurden Ende Februar 2010 aus ĂĽber 1.600 Einreichungen durch die Jury mit Trix Barmettler (CH/ZĂĽrich, Vorsitz), Prof. GĂĽnter Karl Bose (D/Berlin), Flavia Cocchi (CH/Lausanne), RenĂ© Grohnert (D/Essen) und Reinhold Luger (A/Bregenz) nominiert. Die Auswahl repräsentierte ohne inhaltliche oder formale Einschränkungen, eine breite stilistische Palette des Plakat-Designs im deutschsprachigen Raum und zeigte die Arbeiten von professionellen Gestaltern und Studierenden gleichberechtigt nebeneinander – darunter auch ein Plakat des Ingolstädter Designers Darius Gondor. Im Verlag Hermann Schmidt Mainz erschien zur Ausstellung das Jahrbuch »100 beste Plakate 09 – Deutschland Ă–sterreich Schweiz«, in dem alle nominierten Plakate abgebildet sind. 

Zur Ausstellung veranstaltete das Museum für Konkrete Kunst einen Wettbewerb, im Rahmen dessen die Ausstellungsbesucher ihr Lieblingsplakat, ihren persönlichen Favoriten der „100 besten Plakate“ auswählen konnten. An dem Preisausschreiben beteiligten sich insgesamt etwa 300 Besucher. Einer der 23 Wettbewerbsteilnehmer, die sich mehrheitlich für das Plakat „Vorlesung zur Professur Typografie, Franz jagt im komplett verwahrlosten Taxi quer durch Bayern“ von Marco Poblete (Nr. 67) als das beste der ausgestellten Plakate entschieden, erhielt als Preis einen Ausstellungskatalog sowie sein Lieblingsplakat.  

© Marco Poblete, Hochschule für Gestaltung, Offenbach a. M.

HERMANN BARTELS – MALEREI ZWISCHEN FLÄCHE UND RAUM

Hermann Bartels (1928-1989) gehörte seit den fünfziger Jahren zu den Protagonisten der tachistischen und neuen monochromen Malerei in Deutschland. Später fand er zu gänzlich neuartigen bildnerischen Lösungen, die im Montieren von Bildobjekten aus mehreren Elementen lagen. Die Auseinandersetzung mit dem Bild und somit eine der Grundfragen der Konkreten Kunst blieb Zeit seines Lebens Bartels’ grundlegendes künstlerisches Prinzip. Herman Bartels wurde als mittlerweile 12. Künstler 2010 in die Stiftung für Konkrete Kunst und Design Ingolstadt aufgenommen.

Zur Ausstellung erschien ein umfangreicher Katalog mit zahlreichen Abbildungen der ausgestellten Werke und einer Darlegung seiner kĂĽnstlerischen Entwicklung.
Die Ausstellung war eine Kooperation der Stiftung für Konkrete Kunst und Design Ingolstadt mit dem MKK.

Mit freundlicher UnterstĂĽtzung von Audi ArtExperience

Ausstellungsdauer: 21.11.2010 – 23.01.2011
Ausstellungsort: Museum fĂĽr Konkrete Kunst
Eröffnung: Samstag, 20. November 2010, 19.30 Uhr

TOM FRÜCHTL – SZENENWECHSEL

Ausstellungsdauer: 07.10. – 22.11.2007
Ausstellungsort: Museum fĂĽr Konkrete Kunst
Eröffnung: Sonntag, 7. Oktober 2007, 11 Uhr

Tom FrĂĽchtl (* 1966) studierte von 1990-1997 an der Akademie der Bildenden KĂĽnste in MĂĽnchen und gewann 1997 den Böhmler Kunstpreis zusammen mit Simone Lanzenstiel. 2003 erhielt er ein Projektstipendium der Stadt MĂĽnchen, 2004 ein Atelierstipendium des Freistaates Bayern, das ihm eine Förderkoje auf der Art Cologne ermöglichte, und 2005 ein Arbeitsstipendium in Wroclaw, Polen. Einzelausstellungen im In- und Ausland – u.a. in Polen, Australien und Mexiko – zeigen das zunehmende Interesse an Tom FrĂĽchtl und seinen Arbeiten.

Tom Früchtl setzt sich in seinen Arbeiten mit Fragen der Bildlichkeit und des Realitätscharakters von Malerei auseinander. Mit seinen virtuos gestalteten Pappkartons und Möbeldecken täuscht er auf sehr subtile Weise unsere Wahrnehmung und hinterfragt damit den illusionistischen Gehalt des Gemalten. Im Museum für Konkrete Kunst hat Früchtl eine große raumbezogene Arbeit realisiert, die spielerisch mit den Ausstellungsbedingungen des Museums umgeht und den Betrachterblick fortlaufend irritiert.

art and beat – die rote kunstnacht der stiftung fĂĽr konkrete kunst und design


Datum:
Samstag, 20. November 2010, 19.30 Uhr
Veranstaltungsort: Museum fĂĽr Konkrete Kunst

Im Anschluss an die Ausstellungseröffnung “Hermann Bartels – Malerei zwischen Fläche und Raum” feierte die Stiftung für Konkrete Kunst und Design im MKK ein rauschendes Fest. Die rote Kunstnacht art and beat bot Livemusik von Fatima Spar aus Wien und L’egojazz aus München, eine Performance von Chantal Michel, Dj Leroy Schlimm und vieles mehr.

Die Verantsaltung fand mit freundlicher UnterstĂĽtzung von Audi ArtExperience statt.

MARTIN WÖHRL – SZENENWECHSEL

Ausstellungsdauer: 26.06. – 08.11.2009
Ausstellungsort: Museum fĂĽr Konkrete Kunst
Eröffnung: Donnerstag, 25. Juni 2009, 19 Uhr

Der Münchner Bildhauer Martin Wöhrl (*1974) setzt sich auf reflektierte und ironische Weise mit künstlerischen und gesellschaftlichen Idealen, Sehnsüchten und Konzepten der Vergangenheit auseinander. Er verwendet für seine Arbeiten billige, alltägliche Materialien wie Spanplatten, alte Türblätter, Beton oder Styropor, die er durch eine handwerkliche Bearbeitung an die Geschichte und Kunstgeschichte der Moderne, etwa an die Werke von de Stijl oder der amerikanischen Minimal Art, ankoppelt. Seine bildhauerische Praxis spielt über zahlreiche Reminiszenzen auf die Würde, Utopien und Ansprüche vergangenen Denkens und Handelns an. Dabei lassen der Witz und die Raffinesse von Wöhrls Arbeiten einen entlarvenden Unterton mitschwingen, der seinen Werken ihren unverwechselbaren Charakter verleiht.

BEAT ZODERER – SZENENWECHSEL

Ausstellungsdauer: 07.04. – 10.09.2006
Ausstellungsort: Museum fĂĽr Konkrete Kunst
Eröffnung: Donnerstag, 06.04.2006, 19:00 Uhr

Beat Zoderer wurde 1955 in Zürich geboren. 1989-1991 erhielt er drei Eidgenössische Kunststipendien sowie ein Stipendium der Stadt Zürich, 1995 den Manor Kunstpreis und 1998 den Kunstpreis der Max Bill/Georges Vantengerloo-Stiftung. Seine Einzelausstellungen, unter anderem in der Kunsthalle Basel, im Helmhaus Zürich und im Kunstmuseum Bonn, belegen Zoderers internationale Bedeutung.
Beat Zoderers Werk ist einerseits geprägt von der konstruktiv-konkreten Kunst, andererseits aber dadurch charakterisiert, dass es Gegensätzliches vereint und so die Grenzen starrer Kategorien überschreitet und ironische Brüche erzielt. Der von ihm geäußerte Satz „mir ist nichts heilig, aber alles selig“ beschreibt seinen undogmatischen Umgang mit der Tradition sehr treffend.
Im Rahmen der Szenenwechselreihe zum Thema Raum waren mehrere Werke von Beat Zoderer zu sehen. ‚Wandbehang Nr. 1/6’, die größte der gezeigten Arbeiten (2,60 m x 8 m) wurde eigens für diese Ausstellung im Museum für Konkrete Kunst konzipiert. In der Installation schlängeln sich drei lange bunt lackierte Metallbänder über die Wand und nehmen so von der Fläche Besitz. Durch die Überlagerung dreier Schichten entsteht eine Tiefe, die je nach Standpunkt unterschiedlich stark zur Geltung kommt. Linie, farbige Fläche und Dreidimensionalität treten so mit dem Betrachter in einen Dialog, der den konstruktiven Ansatz eigenständig und mit fröhlicher Ironie erweitert.

DIETER HACKER – DER RECHTE WINKEL IN MIR

 
Ausstellungsdauer: 30.11.2007 – 27.01.2008
Ausstellungsort: Museum fĂĽr Konkrete Kunst
Eröffnung: Donnerstag, 29. November 2007, 19 Uhr

Das Museum für Konkrete Kunst zeigte vom 30. November 2007 bis 27. Januar 2008 die Ausstellung „Dieter Hacker – Der rechte Winkel in mir“, eine umfassende Retrospektive des bedeutenden Werkes von Dieter Hacker (*1942 in Augsburg). Hacker studierte von 1960-65 an der Kunstakademie München in der legendären Klasse von Ernst Geitlinger, u.a. mit Gerhard von Graevenitz und Klaus Staudt. Sein Schaffen lässt sich in drei sehr unterschiedliche Phasen einteilen: Ab 1961 entwickelte Dieter Hacker interaktive Spielobjekte, mit denen er an den Ausstellungen der Neuen Tendenzen in Zagreb, Paris und Venedig teilnahm. Nach einer radikalen Kehrtwende schuf er in den siebziger Jahren verstärkt politische und sozialkritische Installationen, die er vor allem in seiner Berliner Produzentengalerie zeigte. Internationalen Ruhm erlangte er mit seinen ironisch-kritischen Gemälden, mit denen er Anfang der achtziger Jahre zu einem der Protagonisten der neuen gegenständlichen Malerei wurde, die einen ungeahnten Boom am internationalen Kunstmarkt erlebte. In Ingolstadt wurde Dieter Hackers außergewöhnliches, provokatives, ironisches und anspruchsvolles Werk erstmals umfangreich präsentiert. Dabei wurde insbesondere seine über alle Brüche fortlaufende Auseinandersetzung mit der konstruktiven Kunst herausgestellt.
Die Neuen Tendenzen, die 2006 im Museum für Konkrete Kunst in einer großen Schau gewürdigt wurden, waren in den sechziger Jahren die wichtigste internationale Künstlerbewegung für die noch junge Op Art sowie die kinetische und interaktive Kunst. Hacker zeigte damals Spielobjekte, die die Wahrnehmung untersuchten und den Betrachter zum aktiven Teilnehmer der Kunst machten. Sein „Essbild“ (1965) etwa, das in Ingolstadt zu sehen war, besteht aus einem Tisch, der mit Bonbons belegt ist, die neu sortiert oder einfach aufgegessen werden können. Dadurch werden starre Gewohnheiten aufgebrochen und der Betrachter wird auf spielerische Weise mit gesellschaftlichen Fragen konfrontiert.
Mit den politischen Arbeiten und insbesondere seit 1971 mit seinem Konzept der vom Künstler geführten Produzentengalerie vollzog Hacker eine radikale Abkehr vom Kunstmarkt. Seine selbstgestalteten Ausstellungen thematisieren beispielsweise die gesellschaftliche Relevanz von Kunst, die Rolle des Fotos im Alltagsleben, den Kunstmarkt oder die Utopien des Konstruktivismus. Zwei dieser aus Tafeln, Zeichnungen, Installationen oder Fotosammlungen bestehenden Ausstellungen wurden in Ingolstadt gezeigt: „Dumme Bilder“ (1978) setzt sich explizit mit populären Beispielen aus der Kunst des 20. Jahrhunderts auseinander, die Hacker kritisch und provokativ befragt. „Good morning Mr. President“ (1982) zeigt Zeichnungen, die ironisch mit der künstlerischen Passion des ehemaligen Schauspielers und US-Präsidenten Ronald Reagan spielen.
Anfang der achtziger Jahre begann Hackers internationale Karriere als Maler. In der Aufbruchszeit der sogenannten „Neuen Wilden“ nahm Hacker u.a. an den bahnbrechenden Ausstellungen „A new spirit in painting“ (Royal Academy of Arts, London, 1981) sowie „Zeitgeist“ (Martin Gropius-Bau, Berlin, 1982) teil. Einige seiner Bilder thematisieren explizit das Erbe der konstruktiven und Konkreten Kunst. So werden etwa in „Gefühl und Geometrie“ (1987) mit dem Akt und der ungegenständlichen Kunst zwei grundsätzlich verschiedene Gestaltungsformen gegenübergestellt. Oder es wird mit einem respektlosen Seitenblick auf den oft formulierten Absolutheitsanspruch einiger Konkreter Künstler die Behauptung aufgestellt „Jede Farbe passt zu jeder anderen“ (1994).
Über mehr als vier Jahrzehnte hat sich Hacker in sehr unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksformen immer wieder mit den Utopien, Ansprüchen und Erfolgen des Konstruktivismus beschäftigt, aber eben auch mit dessen Grenzen und den Gefahren, die in einer Formalisierung seiner Gestaltungsmittel liegen. Dieser rote Faden, der Hackers Werk durchzieht, leitete den Besucher durch die Ingolstädter Ausstellung. Dabei konnte er die aufregende Vielfalt von Hackers Schaffen sowie dessen Lust an Ironie und Provokation eindrucksvoll erleben.

Begleitend zur Ausstellung erschien ein umfangreicher Katalog mit zahlreichen Abbildungen im Kerber Verlag.

PREVIEW MIT LIVE-KONZERT

Neuhängung der eigenen Sammlung und Präsentation des Geiger-Farbraums mit Live-Konzert

DRITTE INGOLSTÄDTER DESIGNGESPRÄCHE


Ausstellungsdauer:
25.07. – 10.08.2008
Ausstellungsort: Museum fĂĽr Konkrete Kunst
Eröffnung: Freitag, 25. Juli 2008, 20 Uhr

»Junge Sterne« – unter diesem Motto stehen die dritten ingolstädter designgespräche des Museums fĂĽr Konkrete Kunst, die in Zusammenarbeit mit dem GrafikbĂĽro Gondor Kommunikationsdesign organisiert werden. Die alle zwei Jahre stattfindenden ingolstädter designgespräche stehen jeweils unter einem thematischen Schwerpunkt. Nach “Der Mensch und seine Stadt – Corporate Design fĂĽr Städte und Gemeinden” 2004, sowie “metal meets plastics” 2006, möchten wir dieses Jahr junges Design vorstellen. Vom 25. Juli bis 10. August werden “Junge Sterne” im Fokus des Interesses stehen. Sie sind talentiert, mutig und ĂĽberwiegend jung in der Branche. Mit ihrem Einfallsreichtum und Witz gehen die “Jungen Sterne” neue Wege und zeigen schon heute, wie das Design von morgen aussehen könnte.