(HOME) - Museum für Konkrete Kunst, Ingolstadt

FRANK PIASTA – SZENENWECHSEL

Ausstellungdauer: 26.06. – 18.09.2011
Ausstellungsort: Museum für Konkrete Kunst
Eröffnung: Sonntag, 26. Juni 2011, 11:00 Uhr

Auf der Suche nach neuen Wegen der Malerei entdeckte Frank Piasta den Werkstoff Silikon als künstlerisches Material für sich. Zunächst trägt er den mit Pigmenten vermischten Kunststoff mit der Rakel oder dem Spachtel auf einen Träger aus Holz, Aluminium oder Leinwand auf. Dabei entsteht ein faszinierender virtuell-materieller Farbraum. Seine neueren Farbobjekte aus Silikon, die Piasta doppeldeutig als „Fuzzy“ bezeichnet, bringt er unmittelbar, ohne vermittelnden Bildträger an der Wand oder auf dem Boden an. Mit dem in Schichten verarbeiteten Material erzielt Piasta ambivalente ästhetische Wirkungen, changierend zwischen undurchsichtigen und semitransparenten Partien, zwischen objektgebundener Materialität und der stofflich ungebundenen Farbigkeit, zwischen haptisch Greifbarem und optischer Unschärfe. Diese Faktoren verändern sich je nach Beleuchtung und Blickwinkel, sodass die Farbobjekte in Interaktion mit ihrer Umgebung treten.

MARCEL BLEECK – SZENENWECHSEL


© Marcel Bleeck: Still aus dem Film “Stühle”, Video 2007

Ausstellungdauer: 05.06. – 09.09.2011
Ausstellungsort: Museum für Konkrete Kunst
Eröffnung: Sonntag, 05. Juni, 11:00 Uhr

Der Film “Stühle” von Marcel Bleeck zeigt den Versuch, zahlreiche stapelbare Stühle übereinander zu lagern, um so eine Plastik entstehen zu lassen. Bleecks künstlerisches Streben durch einen ausgewogenen, ausbalancierten Werkaufbau ein stabiles Werk zu entwickeln hat aleatorischen Charakter, denn mit zunehmender Höhe der Stuhlskulptur steigt die Gefahr, dass sie in sich zusammenstürzt. Am Ende der Videoarbeit geschieht dies tatsächlich, wodurch das Moment des Scheiterns zum integralen Bestandteil des Werkprozesses wird.

JULIAN SCHUSTER – SZENENWECHSEL


© Julian Schuster: Still aus dem Film “5 aus 25″, Video 2009

Ausstellungdauer: 05.06. – 09.09.2011
Ausstellungsort: Museum für Konkrete Kunst
Eröffnung: Sonntag, 05. Juni, 11:00 Uhr

Wie bei einem Kartenspiel verteilt Julian Schuster in seiner Videoarbeit “5 aus 25″ 25 schwarze, quadratische Karten. Gezielt, einer auf den Rückseiten festgehaltenen Verteilungssystematik folgend, legt er die Karten so aus, dass sie Schritt für Schritt ein großes schwarzes Quadrat bilden. Das Moment des Zufalls spielt als künstlerischer Faktor bei Schuster ebenfalls eine Rolle, wenn er die noch zu verteilenden, gestapelten Karten zwischendurch immer wieder durchmischt. In seinem Video präsentiert Schuster “5 aus 25″ mögliche Reihenfolgen, nach diesem festgelegten Prinzip ein großes schwarzes Quadrat zu gestalten. Konzeptuell verschränkt er somit mathematische Strenge und willkürliche Zufallsoperationen.

IMRE KOCSIS – SZENENWECHSEL

 
Ausstellungsdauer: 23.02. – 10.09.2006
Ausstellungsort: Museum für Konkrete Kunst
Eröffnung: Donnerstag, 23. Februar 2006, 19 Uhr

Imre Kocsis (1937-1991) emigrierte 1959 nach Deutschland, wo er an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg studierte. 1969 erhielt er den Kunstpreis der Freunde der bildenden Kunst in München, 1989 den Karl-Ernst-Osthaus-Preis der Stadt Hagen. Seine Werke wurden in zahlreichen Einzelausstellungen, unter anderem in München, Berlin, Frankfurt, Stockholm, Maastricht, Paris, Antwerpen und New York gezeigt.

Das Thema Raum, dem diese Szenenwechselreihe gewidmet ist, gehört zu den zentralen Themen in Kocsis’ Schaffen. Ab Ende der Sechziger Jahre entstehen graphische Arbeiten in Schwarz und Weiß, die mit reduzierten Mitteln eine scheinbare Dreidimensionalität erzielen und die Wahrnehmung des Betrachters irritieren. Diesen Ansatz entwickelt Kocsis weiter zu Rauminstallationen, die auch das Raumempfinden des Betrachters thematisieren. Die mathematisch fundierte logische Konzeption des Werks betont einerseits die reale Räumlichkeit und ruft andererseits die Vorstellung imaginärer Räume hervor. Dadurch, dass die einzelnen „Schritte“ des Werks nachvollzogen werden können, entwickelt sich in der Betrachtung eine Dynamik, die die Spannung zwischen realem und imaginärem Raum zu einem wahren Raumerlebnis werden lässt.

REMY ZAUGG – SZENENWECHSEL

 
Ausstellungsdauer: 22.01. – 19.03.2006
Ausstellungsort: Museum für Konkrete Kunst
Eröffnung: Sonntag, 22. Januar 2006, 11 Uhr

Remy Zaugg (1943-2005) schuf Gemälde, Arbeiten auf Papier, Skulpturen im öffentlichen Raum, urbanistische Analysen und architektonische Entwürfe, wobei insbesondere seine Zusammenarbeit mit Jacques Herzog & Pierre de Meuron international große Beachtung fand. 

Zaugg hat sich in seinen Arbeiten intensiv mit der Frage der Wahrnehmung und den Bedingungen der Kunstrezeption beschäftigt. Diese künstlerische Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Werk und Betrachter hat er durch theoretische Reflexionen ergänzt. Über die rationale Analyse des Kunstwerks gelangte er zu kunstphilosophischen Überlegungen, die nicht bei Werk und Betrachter enden, sondern auch den musealen Raum einschließen.

 Die Werke Rémy Zauggs sind in der Auseinandersetzung mit historischen Positionen der Kunst entstanden, die rationalen Überlegungen folgend weiterentwickelt werden. Das Ergebnis sind spannende Arbeiten, die an Schrifttafeln erinnern und doch Malerei sind. Das klassische Tafelbild wird gewissermaßen erneuert: Die Bilder, die Rémy Zaugg in den letzten Jahren beschäftigt haben, sind Gemälde, die in Texten sprechen.

HARTMUT BÖHM – SZENENWECHSEL

 
Ausstellungsdauer: 05.05. – 10.09.2006
Ausstellungsort: Museum für Konkrete Kunst
Eröffnung: Donnerstag, 4. Mai 2006, 19 Uhr

Im Rahmen der Szenenwechselreihe zum Thema Raum zeigt Hartmut Böhm eine eigens für das Museum für Konkrete Kunst entworfene Arbeit, die sich mit einer ausgewählten räumlichen Situation des Museums auseinandersetzt. Zwölf handelsübliche Doppel-T-Träger werden abwechselnd liegend und stehend an einer Raumfuge aneinandergelegt. Ihr dynamischer, springender Rhythmus kontrastiert dabei mit der Schwere des Materials. Er spielt zugleich auf den räumlichen Übergang von der Horizontalen in die Vertikale an. Lebhafte visuelle Eindrücke und eine leicht erfassbare, klare Struktur bestimmen diese Arbeit.

Böhm, 1938 in Kassel geboren, studierte an der Kunstakademie in Kassel und unterrichtete ab 1973 als Professor an der Fachhochschule Dortmund. 1975 erhielt er den Kunstpreis der Stadt Gelsenkirchen, 1990 den Camille Graeser-Preis Zürich. Er lebt und arbeitet in Berlin. Böhm hat seit Beginn der 60er Jahre sein Werk in zahlreichen Einzelausstellungen im In- und Ausland gezeigt. Er war außerdem in den maßgeblichen internationalen Gruppenausstellungen zur konstruktiven und kinetischen Kunst sowie zur Lichtkunst beteiligt.

Böhms Werk zeichnet sich durch seine thematische Stringenz sowie durch eine seltene Logik seiner Entwicklung über mehr als vier Jahrzehnte aus. Böhms Arbeiten verdanken sich stets einer klaren Systematik, die auf mathematischen und geometrischen Grundlagen basiert und die jederzeit vom Betrachter nachvollzogen werden kann. Dabei erzielen die Werke dynamische und bisweilen verwirrende Wirkungen, die in einem charakteristischen Spannungsverhältnis zur Klarheit ihrer Struktur stehen.

art and beat – die weiße kunstnacht der stiftung für konkrete kunst und design

Datum: 27. Mai 2011, 20.00 Uhr
Veranstaltungsort: Museum für Konkrete Kunst

Am Freitag, 27. Mai fand auf Einladung der Stiftung für Konkrete Kunst und Design die weiße kunstnacht im Museum für Konkrete Kunst statt. Nach der „roten kunstnacht“ im November 2010 stieg “die weiße kunstnacht” diesmal als Finissage-Party der aktuellen Ausstellung “In Bewegung – Klaus Staudt. Arbeiten 1990-2010“.
Die Gäste der weißen Kunstnacht feierten wieder ein rauschendes Event mit einem „unplugged“-Auftritt der Indie-Rockband Slut und mit Kai Uwe Kolkhorst aus Hamburg, der seine neue CD mit deutschsprachigen Elektro-Punk-Rockliedern im MKK vorstellte.
Live-Speaker, eine orts- und objektbezogene Performance von Schauspielern und Tänzern des Theaters Ingolstadt sowie der Münchner DJ Leroy Schlimm rundeten das Programm ab.

Die Veranstaltung fand mit freundlicher Unterstützung von Audi ArtExperience statt.

IN BEWEGUNG – KLAUS STAUDT. ARBEITEN 1990-2010

Ausstellungsdauer: 17.04. – 29.05.2011
Ausstellungsort: Museum für Konkrete Kunst
Eröffnung: Samstag, 16. April 2011, 19:00 Uhr

Die Ausstellung „In Bewegung – Klaus Staudt. Arbeiten 1990-2010“ legte den Fokus auf Staudts künstlerisches Schaffen der letzten 20 Jahre. Der Frankfurter Künstler gehört seit den 1960er Jahren zu den führenden Exponenten der konstruktiv-konkreten Kunst in Deutschland. Bekannt wurde er durch seine Teilnahme an wichtigen Ausstellungen der avantgardistischen Künstlerbewegung Neue Tendenzen Mitte der 1960er Jahre. In seinem Werk beschäftigt er sich umfassend mit der Farbe Weiß in Verbindung mit den Themen Struktur und Raster unter Verwendung unterschiedlichster Materialkombinationen wie z. B. Holz und Plexiglas. Sein bildnerisches Konzept beinhaltet die Momente Licht wie auch Schatten, Raum und Bewegung. Damit gewinnen seine Arbeiten eine transparente, von Rationalität geprägte Bildräumlichkeit. Mit einfachsten Mitteln erzielt er eine Plastizität, die je nach Betrachterstandpunkt durch Schattenwurf eine andere Wirkung entfaltet. In den ausgestellten Werken aus den 1990er Jahren schlägt sich Staudts Beschäftigung mit der Geschlossenheit bzw. Offenheit von geometrischen Formkörpern und Volumina nieder, in seiner jüngeren Schaffensphase geht der Künstler konsequent zu Objekten mit raumgreifenden Komponenten über, die scheinbar unfixiert den Eindruck des Schwebens, der sphärischen Leichtigkeit vermitteln.

Klaus Staudt wurde 2010 in die Stiftung für Konkrete Kunst und Design Ingolstadt mit einem umfangreichen Konvolut von künstlerischen Arbeiten aufgenommen.

Die Ausstellung „In Bewegung – Klaus Staudt. Arbeiten 1990-2010“ entstand in Kooperation mit dem Mannheimer Kunstverein, dem Kunstmuseum Gelsenkirchen und der Stiftung für Konkrete Kunst und Design Ingolstadt.

Zur Ausstellung erschien ein umfangreicher Katalog mit Beiträgen von Amely Deiss, Martin Stather, Magdalena Nieslony und Heinrich Keipp und mit zahlreichen Abbildungen der ausgestellten Werke.

Mit freundlicher Unterstützung von Audi ArtExperience

LUDWIG WILDING IM KONTEXT DER OP ART

 
Ludwig Wilding, PSR 85/22, Stereoskopisches Bild, 1980, © VG-BILD KUNST, Bonn 2011

Ausstellungsdauer: 05.02. – 10.04.2011
Ausstellungsort: Museum für Konkrete Kunst
Eröffnung: Freitag, 4. Februar 2011, 19:00 Uhr

Aus Anlass des Todes ihres Gründungsstifters im Januar 2010 zeigte die Stiftung für Konkrete Kunst und Design im MKK eine Werkschau mit Arbeiten Ludwig Wildings, die in den Kontext der Op Art gestellt wurden. Wildings Bedeutung als herausragender Exponent der europäischen Op Art sollte damit gewürdigt werden. Die Erforschung der menschlichen Wahrnehmung stand stets im Mittelpunkt von Ludwig Wildings künstlerischer Tätigkeit, die eng an wissenschaftliche Erkenntnisse und Methoden angelehnt war. Die Ergebnisse seiner künstlerischen Forschung visualisierte er in seinen Werken. Dabei wird der Betrachter häufig aufgefordert sich vor den Werken zu bewegen um die optischen Phänomene gänzlich zu erleben.
Die Ausstellung war eine Kooperation der Stiftung für Konkrete Kunst und Design und dem MKK.

Mit freundlicher Unterstützung von Audi ArtExperience

100 BESTE PLAKATE 09 – DEUTSCHLAND, ÖSTERREICH, SCHWEIZ

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
© GONDOR & TRATZ 2011

Ausstellungsdauer: 14.01.2011 – 13.02.2011
Ausstellungsort: Städtische Galerie im Theater
Eröffnung: Freitag, 14. Januar 2011, 19:00 Uhr

Jedes Jahr wählt der Verein „100 beste Plakate e.V.“ unter einer Vielzahl von Bewerbern die 100 herausragendsten Plakate professioneller Gestalter, Grafikbüros, Werbeagenturen und Studierender aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus. Dieser Wettbewerb gilt als eine international bedeutende Institution der aktuellen Plakatgestaltung. 

Nach den Ausstellungsstationen Berlin, Essen, Dornbirn, Luzern und Wien schloss die Ausstellungstournee der 100 besten Plakate 09 in Ingolstadt. Die 100 Preisträger-Plakate und -Plakatserien (davon 65 mal Deutschland, 31 mal Schweiz und vier mal Österreich) wurden Ende Februar 2010 aus über 1.600 Einreichungen durch die Jury mit Trix Barmettler (CH/Zürich, Vorsitz), Prof. Günter Karl Bose (D/Berlin), Flavia Cocchi (CH/Lausanne), René Grohnert (D/Essen) und Reinhold Luger (A/Bregenz) nominiert. Die Auswahl repräsentierte ohne inhaltliche oder formale Einschränkungen, eine breite stilistische Palette des Plakat-Designs im deutschsprachigen Raum und zeigte die Arbeiten von professionellen Gestaltern und Studierenden gleichberechtigt nebeneinander – darunter auch ein Plakat des Ingolstädter Designers Darius Gondor. Im Verlag Hermann Schmidt Mainz erschien zur Ausstellung das Jahrbuch »100 beste Plakate 09 – Deutschland Österreich Schweiz«, in dem alle nominierten Plakate abgebildet sind. 

Zur Ausstellung veranstaltete das Museum für Konkrete Kunst einen Wettbewerb, im Rahmen dessen die Ausstellungsbesucher ihr Lieblingsplakat, ihren persönlichen Favoriten der „100 besten Plakate“ auswählen konnten. An dem Preisausschreiben beteiligten sich insgesamt etwa 300 Besucher. Einer der 23 Wettbewerbsteilnehmer, die sich mehrheitlich für das Plakat „Vorlesung zur Professur Typografie, Franz jagt im komplett verwahrlosten Taxi quer durch Bayern“ von Marco Poblete (Nr. 67) als das beste der ausgestellten Plakate entschieden, erhielt als Preis einen Ausstellungskatalog sowie sein Lieblingsplakat.  

© Marco Poblete, Hochschule für Gestaltung, Offenbach a. M.