(HOME) - Museum für Konkrete Kunst, Ingolstadt

HIGHLIGHTS II – 5 JAHRE STIFTUNG FÜR KONKRETE KUNST UND DESIGN

Ausstellungsdauer: 30.09.2012 – 18.11.2012
Ausstellungsort: Museum für Konkrete Kunst
Eröffnung: Samstag, 29.09.2012, 19:00 Uhr

Anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens werden in einer großen Jubiläumsausstellung die Bestände der Stiftung für Konkrete Kunst und Design Ingolstadt erstmals in ihrer ganzen Breite vorgestellt. Mittlerweile sind 14 international bedeutende Künstler und Gestalter in der Stiftung vertreten. Einige von ihnen wie Ludwig Wilding, Klaus Staudt, Hermann Bartels, Hans Berchtenbreiter, Rolf Glasmeier oder Christian Megert kennen die Museumsbesucher des MKK bereits aus Einzelausstellungen. Daneben werden zahlreiche neu hinzugekommene Werke von Edgar Gutbub, Vera Molnar, Camill Leberer, Imre Kocsis, Timm Ulrichs, Hartmut Böhm und Erich Buchholz erstmals präsentiert.

Künstler der Stiftung:
Ludwig Wilding, Rolf Glasmeier, Hans Berchtenbreiter, Dieter Hacker, Hartmut Böhm, Christian Megert, Edgar Gutbub, Hermann Bartels, Imre Kocsis, Camill Leberer, Vera Molnar, Klaus Staudt, Erich Buchholz, Timm Ulrichs

Die Idee zur Gründung einer Stiftung für Konkrete Kunst und Design wurde 2006 während einer Dienstreise geboren. Die eng an das Museum für Konkrete Kunst gekoppelte Stiftung kümmert sich speziell um Künstlernachlässe bedeutender Vertreter der Konkreten Kunst. Mitbegründer der Stiftung war auch der Künstler Ludwig Wilding, der für seinen Nachlass zunächst eine eigene Stiftung gründen wollte. Für die Idee einer gemeinsamen Stiftung in Ingolstadt ließ sich Wilding jedoch schnell begeistern. Gabriel Engert, Kulturreferent der Stadt Ingolstadt, gelang es, für dieses Projekt die AUDI AG als Kooperationspartner zu gewinnen. Mit deren Hilfe konnten jedes Jahr eine Ausstellung zu einem Künstler und eine Publikation realisiert werden. Der Erfolg des Projektes ließ die Stiftung für Konkrete Kunst und Design Ingolstadt in den vergangenen fünf Jahren ihres Bestehens stetig anwachsen, sodass nunmehr bereits 14 Künstler und Gestalter in der Ausstellung präsentiert werden können.

Katalog

Zum Jubiläum erscheint ein umfangreicher Katalog, in dem die Künstler der Stiftung mit einer Auswahl ihrer Arbeiten sowie mit zahlreichen Texten gewürdigt werden.

Herausgegeben von Tobias Hoffmann, Stiftung für Konkrete Kunst und Design
Einleitung von Tobias Hoffmann
Mit Beiträgen von Eugen Blume, Reinhard Buskies, Richard W. Gassen, Petra Hölscher, Ulrike Lehmann, Ingrid Pfeiffer, Gerda Ridler, Frederik Schikowski, Simone Schimpf, Manfred Schneckenburger, Klaus Staudt, Jörg Stürzebecher, Heike van den Valentyn, Nina Zschocke
Gestaltung: Gerwin Schmidt, Judith Pretsch (Schmidt/Thurner/von Keisenberg, München)
ISBN: 978-3-86832-133-3
Format: 22 × 24 cm
Seiten: 400
Abbildungen: 346 farbige Abbildungen
Cover: Hardcover, gebunden, Leinen
Sprache: Deutsch

Museumspreis: 38 € (zzgl. 3 € Versandkosten in Deutschland)
Für eine Bestellung wenden Sie sich bitte an: kerstin.wiesmayer@ingolstadt.de

art and beat – die goldene kunstnacht der stiftung für konkrete kunst und design

Veranstaltungsdatum: 17. November 2012, 20.00 Uhr
Veranstaltungsort: Museum für Konkrete Kunst

Auch in diesem Jahr lud die Stiftung für Konkrete Kunst und Design zur Kunstnacht Art and Beat ins Museum für Konkrete Kunst ein. Aus Anlass des 5-jährigen Bestehens der Stiftung und zur Finissage der Ausstellung Highlights II – 5 Jahre Stiftung für Konkrete Kunst und Design stand die diesjährige Veranstaltung unter dem Motto der goldenen Kunstnacht.
Wie in den vergangenen Jahren versprach das Programm mit Konzerten der Gruppe Evelyn Kryger aus Hannover und dem Georgian Swing Duo aus Ingolstadt, einer Charleston- und Swing-Showeinlage der Tanzschule Swing and the City mit Schnupperkurs, der performativen Lesung Wortspiele mit den Schauspielern Victoria Voss und Ralf Lichtenberrg, DJ Abi aus München und Livespeakern auch diesmal ein rauschendes Fest.

Die Veranstaltung fand mit freundlicher Unterstützung von Audi ArtExperience statt.

RAW MATERIALS – VOM BAUMARKT INS MUSEUM

Ausstellungsdauer: 26.05.2012 – 16.09.2012
Ausstellungsort: Museum für Konkrete Kunst
Eröffnung: Freitag, 25.05.2012, 19:00 Uhr

Spanplatten, Abflussrohre, Schleifpapiere, Tapeten und Farbeimer – seit den 1960er Jahren verwenden immer mehr Künstler solche einfachen Materialien aus dem Baumarkt für ihre Arbeiten. Die Ausstellung „Raw Materials – Vom Baumarkt ins Museum“ stellt diesen bemerkenswerten Aspekt der internationalen zeitgenössischen Kunst erstmals umfassend vor.

Seit sich die Kunst zu Beginn des 20. Jahrhunderts immer mehr von ihren historischen Wurzeln befreite, fanden zunehmend auch neue Materialien Verwendung im künstlerischen Kontext. Den nachhaltigsten Akzent dieser Entwicklung setzte Marcel Duchamp in den 1910er Jahren mit den Ready Mades, als er gewöhnliche Alltagsgegenstände als Kunst im Museum präsentierte. Er stieß damit einen neuen Zugang zum Umgang mit vermeintlich unkünstlerischen Materialien an, der bis heute nachwirkt. So lässt sich kaum ein Material benennen, das seitdem nicht Eingang in ein Kunstwerk gefunden hat. Dabei fällt auf, dass in den letzten Jahrzehnten immer mehr Künstler im Baumarkt und Baustoffhandel auf die Suche nach Inspiration gingen und das gesamte Sortiment nutzten – von der Schwerlastpalette bis zum Fenstergriff, vom Zollstock bis zum Installationsrohr, von der Möbeldecke bis zur Dämmplatte.

Die Wahl solcher Werkstoffe kann dabei die unterschiedlichsten Gründe haben. So betrachten viele Künstler diese vermeintlich „unkünstlerischen“ Materialien als unbelastet von Traditionen und persönlichen Geschichten, sie scheinen neutral zu sein. Zudem sind sie normiert und daher praktisch überall, auch über Landesgrenzen hinweg, in gleicher Form verfügbar, jederzeit nachbestellbar und oft günstig. Da diese Materialien außerdem nahezu jedermann aus eigener Erfahrung vertraut sind, sprechen sie den Betrachter anders an als beispielsweise traditionelle Ölgemälde und Marmorskulpturen. Einige Künstler interessieren sich aber auch für die emotionalen Gehalte einzelner Werkstoffe, die charakteristisch für bestimmte Länder, einen Zeitgeschmack oder auch ein spezielles Ambiente sind. Und nicht zuletzt eignen sich Baustoffe besonders gut zur Konstruktion großer Rauminstallationen.

Die Ausstellung „Raw Materials – Vom Baumarkt ins Museum“ präsentiert ein vielseitiges Spektrum, das die unterschiedlichsten Gattungen, Themen und Fragestellungen der zeitgenössischen Kunst abdeckt. Neben Wandarbeiten, Skulpturen und Fotografien sind auch Videoarbeiten sowie Ready Mades zu sehen. Eigens für Ingolstadt entstanden zudem mehrere raumgreifende Installationen aus Baumaterialien, die auf die Architektur des Hauses Bezug nehmen.

So bietet die Ausstellung eine einzigartige Reise zu bekannten Materialien, die hier aus völlig neuen Blickwinkeln wahrgenommen werden können – und durch die sicherlich auch der nächste Besuch im Baumarkt eine neue Erfahrung wird.

Künstler:
Arman, Hartmut Böhm, Michael Beutler, Bill Bollinger, Tony Cragg, Stefan Eberstadt, Mike Figgis, Fischli und Weiss, Christian Frosch, Tom Früchtl, Rolf Glasmeier, Knut Henrik Henriksen, Ottmar Hörl, Christian Jankowski, Alicja Kwade, Camill Leberer, Stefan Löffelhardt, Russell Maltz, Mathieu Mercier, Patrick Fabian Panetta, Katinka Pilscheur, Thomas Rentmeister, Anselm Reyle, Kai Richter, Benjamin Sabatier, Andreas Slominski, Haim Steinbach, Gerold Tagwerker, Heiko Tappenbeck, Artur Dieter Trantenroth, Günther Uecker, Timm Ulrichs, Martin Wöhrl, Erwin Wurm, Heimo Zobernig und Beat Zoderer

Rahmenprogramm

Führungen
So, 27.05., 11:00 Uhr, Kuratorenführung mit Rasmus Kleine
Do, 07.06., 15:00 Uhr
Mi, 13.06., 15:00 Uhr, Kunst und Kuchen (Die Besucher können nach der Führung für nur 3,50 Euro Kaffe und Kuchen im Café Mohrenkopf genießen und den Ausstellungsbesuch ausklingen lassen.)
So, 24.06., 11:00 Uhr
Do, 12.07., 18:00 Uhr, Feierabendführung
So, 29.07., 15:00 Uhr
Di, 07.08., 10:00 Uhr, Familienführung
So, 19.08., 15:00 Uhr
Do, 23.08., 18:00 Uhr, Feierabendführung
Do, 06.09., 18:00 Uhr, Feierabendführung
So, 16.09., 17:00 Uhr, Kuratorenführung mit Amely Deiss

Begleitprogramm
Do, 31.05., 16:00 Uhr, Infoveranstaltung für Pädagoginnen und Pädagogen
Di, 19.06., 18:30 Uhr, Klub Konkret und Junges Theater: Aktionsführung durch den Stadtraum
Fr, 29.06., 15:00 Uhr, Montagsmuseum am Freitag – Streifzüge durch Baumarkt und Schrottplatz mit dem Künstler Camill Leberer. Bitte bequemes Schuhwerk tragen.
Do, 05.07., 15:30-19:00 Uhr, Farbalarm – Klub Konkret: Künstlerworkshop mit Christian Frosch für Jugendliche ab 15 Jahren
Do, 19.07., 19:00 Uhr, Klub Konkret und Junges Theater: Aktionsführung durch den Stadtraum
Di, 31.07., 19:00 Uhr, Klub Konkret und Junges Theater: Aktionsführung durch den Stadtraum
Sa, 15.09., Freundeskreis Konkrete Kunst: Besuch im Atelier des Künstlers Martin Wöhrl in München

Für alle Veranstaltungen des Begleitprogramms ist eine Anmeldung erforderlich unter +49 (0) 841/305 1871 oder mkk@ingolstadt.de.

Kinderworkshop ‘geklebt, geschraubt, gehämmert’
Mi, 08.08., 10:00-12:00 Uhr, für Kinder von 5-8 Jahren
Do, 09.08., 10:00-12:00 Uhr, für Kinder von 8-13 Jahren
Mi, 22.08., 10:00-12:00 Uhr, für Kinder von 5-8 Jahren
Fr, 24.08., 10:00-12:00 Uhr, für Kinder von 8-13 Jahren
Anmeldung nur über Ferienpass Ingolstadt möglich.

Katalog zur Ausstellung

Katalog Herausgegeben von Amely Deiss und Tobias Hoffmann
Vorwort von Tobias Hoffmann, Annett Reckert und Isabell Schenk-Weininger
Mit Beiträgen von Amely Deiss und Rasmus Kleine

Interviews mit Michael Beutler, Hartmut Böhm, Stefan Eberstadt, Christian Frosch, Tom Früchtl, Knut Henrik Henriksen, Ottmar Hörl, Camill Leberer, Stefan Löffelhardt, Mathieu Mercier, Patrick Fabian Panetta, Katinka Pilscheur, Thomas Rentmeister, Anselm Reyle, Kai Richter, Benjamin Sabatier, Gerold Tagwerker, Heiko Tappenbeck, Timm Ulrichs, Martin Wöhrl und Beat Zoderer

Weitere Informationen und bestellen

“POETRY GOES ART & VICE VERSA”. KONKRETE POESIE

Ausstellungsdauer: 27.06.2012 – 29.07.2012
Ausstellungsort: Städtische Galerie im Theater
Eröffnung: Dienstag 26.06.2012, 19:00 Uhr

Anlässlich des 20. Geburtstags des MKK thematisiert das Museum mit dieser Ausstellung einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Konkreten Kunst und würdigt gleichzeitig das künstlerische Werk Eugen Gomringers.

Ähnlich wie die Konkrete Kunst will die Konkrete Poesie durch die Textgestaltung mit elementaren sprachlichen Mitteln, nicht beschreibende, sondern auf sich selbst bezogene Texte mit hohem literarischem Anspruch schaffen. Die Konkrete Poesie verwendet einzelne Wörter und Buchstaben als Material und deren klangliche ebenso wie grafische Qualitäten zum Aufbau von Texten, sodass Syntheseformen von Literatur, Musik aber auch der bildenden Kunst entstehen.

Die Ausstellung wurde kuratiert vom Museum Weserburg Bremen – Studienzentrum für Künstlerpublikationen.

VON GESTERN BIS MORGEN – INDUSTRIEFOTOGRAFIEN DES SCHUBSA-GELÄNDES VON ALBERT RENGER-PATZSCH UND ARCHITEKTURENTWÜRFE FÜR DAS MKKD

Ausstellungsdauer: 04.02.2012 – 26.02.2012
Ausstellungsort: Museum für Konkrete Kunst
Eröffnung: Freitag, 03.02.2012, 19:00 Uhr

Albert Renger-Patzsch, einer der Großmeister der deutschen Industriefotografie, hat im Auftrag der Schubert & Salzer AG von 1949 bis 1965 das ehemalige Ingolstädter Industrieareal, das sog. Schubsa-Gelände, dokumentiert, auf dem sich ab 2015 die Zukunft des MKK entwickeln wird. Aus dem reichen fotografischen Material wird eine repräsentative Auswahl gezeigt.
Die ehemalige Gießereihalle auf dem Gelände wird grundlegend umgebaut und erweitert und dient ab 2015 dem MKKD – Museum für Konkrete Kunst und Design als neue Heimat. Aus dem entsprechenden Architektenwettbewerb sind 15 Entwürfe international renommierter Architekturbüros hervorgegangen, die nun erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt werden. In der Ausstellung sind u. a. Pläne und Modelle von Zaha Hadid Architects (MAXXI Museum – Museum der Künste des 21. Jahrhunderts in Rom), Kuehn Malvezzi (Hamburger Bahnhof Berlin – Museum für Gegenwart – Friedrich Christian Flick Collection) sowie staab ARCHITEKTEN (Sanierung und Umbau des Albertinums in Dresden) zu sehen.

TIME CAPSULE – EINE FRAU, EIN BAUM, EINE KUH

Ausstellungsdauer: 29.01.2012 – 26.02.2012
Ausstellungsort: Museum für Konkrete Kunst
Eröffnung: Samstag, 28.01.2012, 19:00 Uhr

Begeistert von den Ideen der konkret-konstruktiv schaffenden Künstler konzipierten die Münchner Künstler, Designer und Kuratoren Michael Biber und Hannes Gumpp diese Ausstellung, die einen individuellen Blick auf das zeitgenössische Wechselspiel von konstruktiver Kunst und Design bietet. Der Titel geht auf Theo van Doesburgs Manifest der Konkreten Kunst zurück, in dem er die rhetorische Frage stellt: „Sind denn auf einer Leinwand eine Frau, ein Baum, eine Kuh konkrete Elemente?“ Die Ausstellung, die Arbeiten junger Künstler und Designer in einem eigens errichteten Raum präsentiert, nimmt auf die wegweisenden Installationen der klassischen Moderne Bezug.

Kuratiert von Hannes Gumpp und Michael Biber
mit Arbeiten und Beiträgen von:

Madeleine Boschan, Lars Breuer, Michael Biber, Angela Bulloch, André Butzer, Robert Crotla, Paolo Dell`Elce , Marco Dessi, Emanuel Eckl, Johannes Evers, Poul Gernes, Barbara Glasner, Ioan Grosu, Hannes Gumpp, Max Gumpp, Leonhard Hurzlmeier, Gerhardt Kellermann, Matthias Lehrberger, Hansjerg Maier-Aichen, Christian Malycha, Björn Martenson / Sonja Nagel / Jan Theissen, Patrick Fabian Panetta, Alex Rath, Thomas Schnur, Daniela Stöppel, Ann-Kathrin Strecker, Emanuel Seitz, Agnieszka Szostek, Mirko Tschauner, Jan Wertel / Gernot Oberfell, Emanuel Wadé, Maxim Fon Wolff-Kiesselev, Thomas Winkler.

FRANK PIASTA – SZENENWECHSEL

Ausstellungdauer: 26.06. – 18.09.2011
Ausstellungsort: Museum für Konkrete Kunst
Eröffnung: Sonntag, 26. Juni 2011, 11:00 Uhr

Auf der Suche nach neuen Wegen der Malerei entdeckte Frank Piasta den Werkstoff Silikon als künstlerisches Material für sich. Zunächst trägt er den mit Pigmenten vermischten Kunststoff mit der Rakel oder dem Spachtel auf einen Träger aus Holz, Aluminium oder Leinwand auf. Dabei entsteht ein faszinierender virtuell-materieller Farbraum. Seine neueren Farbobjekte aus Silikon, die Piasta doppeldeutig als „Fuzzy“ bezeichnet, bringt er unmittelbar, ohne vermittelnden Bildträger an der Wand oder auf dem Boden an. Mit dem in Schichten verarbeiteten Material erzielt Piasta ambivalente ästhetische Wirkungen, changierend zwischen undurchsichtigen und semitransparenten Partien, zwischen objektgebundener Materialität und der stofflich ungebundenen Farbigkeit, zwischen haptisch Greifbarem und optischer Unschärfe. Diese Faktoren verändern sich je nach Beleuchtung und Blickwinkel, sodass die Farbobjekte in Interaktion mit ihrer Umgebung treten.

MARCEL BLEECK – SZENENWECHSEL


© Marcel Bleeck: Still aus dem Film “Stühle”, Video 2007

Ausstellungdauer: 05.06. – 09.09.2011
Ausstellungsort: Museum für Konkrete Kunst
Eröffnung: Sonntag, 05. Juni, 11:00 Uhr

Der Film “Stühle” von Marcel Bleeck zeigt den Versuch, zahlreiche stapelbare Stühle übereinander zu lagern, um so eine Plastik entstehen zu lassen. Bleecks künstlerisches Streben durch einen ausgewogenen, ausbalancierten Werkaufbau ein stabiles Werk zu entwickeln hat aleatorischen Charakter, denn mit zunehmender Höhe der Stuhlskulptur steigt die Gefahr, dass sie in sich zusammenstürzt. Am Ende der Videoarbeit geschieht dies tatsächlich, wodurch das Moment des Scheiterns zum integralen Bestandteil des Werkprozesses wird.

JULIAN SCHUSTER – SZENENWECHSEL


© Julian Schuster: Still aus dem Film “5 aus 25″, Video 2009

Ausstellungdauer: 05.06. – 09.09.2011
Ausstellungsort: Museum für Konkrete Kunst
Eröffnung: Sonntag, 05. Juni, 11:00 Uhr

Wie bei einem Kartenspiel verteilt Julian Schuster in seiner Videoarbeit “5 aus 25″ 25 schwarze, quadratische Karten. Gezielt, einer auf den Rückseiten festgehaltenen Verteilungssystematik folgend, legt er die Karten so aus, dass sie Schritt für Schritt ein großes schwarzes Quadrat bilden. Das Moment des Zufalls spielt als künstlerischer Faktor bei Schuster ebenfalls eine Rolle, wenn er die noch zu verteilenden, gestapelten Karten zwischendurch immer wieder durchmischt. In seinem Video präsentiert Schuster “5 aus 25″ mögliche Reihenfolgen, nach diesem festgelegten Prinzip ein großes schwarzes Quadrat zu gestalten. Konzeptuell verschränkt er somit mathematische Strenge und willkürliche Zufallsoperationen.

IMRE KOCSIS – SZENENWECHSEL

 
Ausstellungsdauer: 23.02. – 10.09.2006
Ausstellungsort: Museum für Konkrete Kunst
Eröffnung: Donnerstag, 23. Februar 2006, 19 Uhr

Imre Kocsis (1937-1991) emigrierte 1959 nach Deutschland, wo er an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg studierte. 1969 erhielt er den Kunstpreis der Freunde der bildenden Kunst in München, 1989 den Karl-Ernst-Osthaus-Preis der Stadt Hagen. Seine Werke wurden in zahlreichen Einzelausstellungen, unter anderem in München, Berlin, Frankfurt, Stockholm, Maastricht, Paris, Antwerpen und New York gezeigt.

Das Thema Raum, dem diese Szenenwechselreihe gewidmet ist, gehört zu den zentralen Themen in Kocsis’ Schaffen. Ab Ende der Sechziger Jahre entstehen graphische Arbeiten in Schwarz und Weiß, die mit reduzierten Mitteln eine scheinbare Dreidimensionalität erzielen und die Wahrnehmung des Betrachters irritieren. Diesen Ansatz entwickelt Kocsis weiter zu Rauminstallationen, die auch das Raumempfinden des Betrachters thematisieren. Die mathematisch fundierte logische Konzeption des Werks betont einerseits die reale Räumlichkeit und ruft andererseits die Vorstellung imaginärer Räume hervor. Dadurch, dass die einzelnen „Schritte“ des Werks nachvollzogen werden können, entwickelt sich in der Betrachtung eine Dynamik, die die Spannung zwischen realem und imaginärem Raum zu einem wahren Raumerlebnis werden lässt.