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Ausstellungen

Einknicken oder Kante zeigen? Die Kunst der Faltung

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Laufzeit: 09.11.2014 – 22.02.2015

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Peter Koch

Links: Samuel Henne – Untitled (Scheffer), 2012/13. © VG Bild-Kunst, Bonn 2014.
Rechts: Peter K. Koch – No-Form-System (Rules The World), 2007. © VG Bild-Kunst, Bonn 2014.

Gefaltet wird überall auf der Welt und in nahezu allen Lebenslagen. Und doch ist es ein recht verborgenes Thema – denn kaum jemand ist sich bewusst, wie oft man selbst mit Knicken und Falten, mit der Technik und ihren Ergebnissen zu tun hat.
In der ungegenständlichen Kunst war die Faltung von Beginn an ein wichtiges Thema – und zugleich auch eine zentrale Methode: Die Aufgabe der Zentralperspektive im Kubismus und später im Konstruktivismus führten sowohl in der Malerei als auch in der Plastik zu zerlegten, mit Kanten und Brüchen versehenen Objekten. Gefaltet wird bis heute in der Kunst nicht nur mit Papier oder Textilien, sondern auch mit Metall, Plastik und Keramik – bis hin zur Leinwand. In der Fotografie und im Film spielt der reproduzierte Knick als illusionistische Täuschung eine große Rolle.

2)Terry Haggerty

Terry Haggerty – Untitled, 2009. Installation, CCNOA, Brüssel. © Terry Haggerty.

In der Ausstellung „Einknicken oder Kante zeigen? Die Kunst der Faltung“ stehen vor allem zeitgenössische Positionen im Zentrum, die Faltungen verschiedenster Art zum Thema des Werks machen und damit Grundfragen der konkret-konstruktiven Kunst berühren. Bislang gab es noch keine Museumsschau, die so umfänglich die jüngsten Entwicklungen zu diesem Thema darstellte.
Über 40 internationale Künstler sind mit Malerei, Skulptur, Video und Fotografie im Museum für Konkrete Kunst vertreten – und zeigen überraschende, sinnliche, technische oder auch komische Aspekte der Faltung. Eigens für die Ausstellung wird Katja Strunz eine große Wandinstallation entwerfen, und Terry Haggerty realisiert ein neues Wandgemälde von mehr als zwanzig Metern Länge.

Ab März 2015 wird die Ausstellung in leicht veränderter Form im Kunstraum Alexander Bürkle in Freiburg zu sehen sein. Ein reich bebilderter Katalog mit mehreren Essays und vielen Künstlerstatements erscheint im Kehrer Verlag.

1) Natalia Stachon

Natalia Stachon – RAJ, 2011/12. © Natalia Stachon.

Mit Werken von Kirsten Arndt, Miriam Böhm, Thomas Chapman, Mariana Castillo Deball, Stefan Eberstadt, Christiane Feser, Eberhard Fiebig, Tibor Gayór, Hermann Glöckner, Tamara Grcic, Terry Haggerty, Erich Hauser, Samuel Henne, Ewerdt Hilgemann, Hösl & Mihaljevic, Schirin Kretschmann, Peter K. Koch, Camill Leberer, Alf Lechner, Alexandra Leykauf, Dora Maurer, Olaf Metzel, Ingo Mittelstaedt, Alison Moffett, Ben Muthofer, Johanna von Monkiewitsch, Sara Pfrommer, Hanns Schimansky, Simon Schubert, Rainer Splitt, Brigitte Stahl, Natalia Stachon, Katja Strunz, Friedrich Teepe, Timm Ulrichs, Peter Weber, Albert Weis, Denise Winter, Haegue Yang und Annett Zinsmeister.

Bitte beachten Sie, dass während der Sonderausstellung keine Sammlungspräsentationen gezeigt werden können.