Jul 18, 2011
HARTMUT BÖHM – SZENENWECHSEL
Ausstellungsort: Museum für Konkrete Kunst
Eröffnung: Donnerstag, 4. Mai 2006, 19 Uhr
Im Rahmen der Szenenwechselreihe zum Thema Raum zeigt Hartmut Böhm eine eigens für das Museum für Konkrete Kunst entworfene Arbeit, die sich mit einer ausgewählten räumlichen Situation des Museums auseinandersetzt. Zwölf handelsübliche Doppel-T-Träger werden abwechselnd liegend und stehend an einer Raumfuge aneinandergelegt. Ihr dynamischer, springender Rhythmus kontrastiert dabei mit der Schwere des Materials. Er spielt zugleich auf den räumlichen Übergang von der Horizontalen in die Vertikale an. Lebhafte visuelle Eindrücke und eine leicht erfassbare, klare Struktur bestimmen diese Arbeit.
Böhm, 1938 in Kassel geboren, studierte an der Kunstakademie in Kassel und unterrichtete ab 1973 als Professor an der Fachhochschule Dortmund. 1975 erhielt er den Kunstpreis der Stadt Gelsenkirchen, 1990 den Camille Graeser-Preis Zürich. Er lebt und arbeitet in Berlin. Böhm hat seit Beginn der 60er Jahre sein Werk in zahlreichen Einzelausstellungen im In- und Ausland gezeigt. Er war außerdem in den maßgeblichen internationalen Gruppenausstellungen zur konstruktiven und kinetischen Kunst sowie zur Lichtkunst beteiligt.
Böhms Werk zeichnet sich durch seine thematische Stringenz sowie durch eine seltene Logik seiner Entwicklung über mehr als vier Jahrzehnte aus. Böhms Arbeiten verdanken sich stets einer klaren Systematik, die auf mathematischen und geometrischen Grundlagen basiert und die jederzeit vom Betrachter nachvollzogen werden kann. Dabei erzielen die Werke dynamische und bisweilen verwirrende Wirkungen, die in einem charakteristischen Spannungsverhältnis zur Klarheit ihrer Struktur stehen.







