Aug 30, 2010
BEAT ZODERER – SZENENWECHSEL
Ausstellungsdauer: 07.04. – 10.09.2006
Ausstellungsort: Museum für Konkrete Kunst
Eröffnung: Donnerstag, 06.04.2006, 19:00 Uhr
Beat Zoderer wurde 1955 in Zürich geboren. 1989-1991 erhielt er drei Eidgenössische Kunststipendien sowie ein Stipendium der Stadt Zürich, 1995 den Manor Kunstpreis und 1998 den Kunstpreis der Max Bill/Georges Vantengerloo-Stiftung. Seine Einzelausstellungen, unter anderem in der Kunsthalle Basel, im Helmhaus Zürich und im Kunstmuseum Bonn, belegen Zoderers internationale Bedeutung.
Beat Zoderers Werk ist einerseits geprägt von der konstruktiv-konkreten Kunst, andererseits aber dadurch charakterisiert, dass es Gegensätzliches vereint und so die Grenzen starrer Kategorien überschreitet und ironische Brüche erzielt. Der von ihm geäußerte Satz „mir ist nichts heilig, aber alles selig“ beschreibt seinen undogmatischen Umgang mit der Tradition sehr treffend.
Im Rahmen der Szenenwechselreihe zum Thema Raum waren mehrere Werke von Beat Zoderer zu sehen. ‚Wandbehang Nr. 1/6’, die größte der gezeigten Arbeiten (2,60 m x 8 m) wurde eigens für diese Ausstellung im Museum für Konkrete Kunst konzipiert. In der Installation schlängeln sich drei lange bunt lackierte Metallbänder über die Wand und nehmen so von der Fläche Besitz. Durch die Überlagerung dreier Schichten entsteht eine Tiefe, die je nach Standpunkt unterschiedlich stark zur Geltung kommt. Linie, farbige Fläche und Dreidimensionalität treten so mit dem Betrachter in einen Dialog, der den konstruktiven Ansatz eigenständig und mit fröhlicher Ironie erweitert.




